Fahrverbote in Köln und Bonn: Flickenteppich wird größer

[08.11.2018] Bonn. Mit dem heutigen Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts, die Städte Köln und Bonn ab April 2019 zu Fahrverboten für ältere Dieselfahrzeuge zu verpflichten, wird sich der Flickenteppich von Fahrverbotszonen unterschiedlichster Ausprägung in Deutschland vergrößern.

"Mit Fahrverbotszonen werden die Probleme nicht gelöst, sondern nur verlagert", kommentierte ein Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn diese Entscheidung.

"Fahrverbote führen außerdem zur kalten Enteignung vieler Diesel-Fahrer, die ihr Fahrzeug im Vertrauen auf eine langjährige Nutzbarkeit gekauft haben. So sind Euro 5-Diesel noch bis zum 31. August 2015 zugelassen worden. Es gibt also noch viele junge Fahrzeuge im bundesweiten Bestand der rund sechs Millionen Euro 5-Diesel", so der Sprecher.

Um Fahrverbote zu vermeiden, fordert der ZDK seit Mai 2017 die Hardware-Nachrüstung dieser Fahrzeuge. "Wir brauchen jetzt endlich die angekündigte rechtssichere Regelung, auf deren Basis die Hardware-Nachrüstung älterer Diesel umgesetzt werden kann. Wer seinen Diesel nachrüstet, muss freie Fahrt in die Fahrverbotszonen bekommen", so der Sprecher.

"Nur so werden Dieselfahrzeuge mit ihrem sparsamen und klimafreundlichen Antrieb wieder werthaltig. Und so werden Dieselbesitzer, gewerbliche Flottenbetreiber und die geballt betroffenen kleinen und mittelständischen Autohäuser aus einer ansonsten ausweglosen Situation befreit."

Letzte Änderung: 08.11.2018Webcode: 0122138